Flüchtlingshilfe Ludwigshafen - Ruchheim

HILFSEINSATZ IN KETERMAYA / LIBANON BESTANDS-AUFNAHME

Das Thema zentrale Küchenanlage muss erste Priorität haben. In einem anderen Lager ist die gleiche Art Küche abgebrannt und hat alle 200 Zelte im Lager zerstört. Die menschen kochen auf offenen Kochstellen auf dem Holzfußboden, der dermaßen ausgetrocknet ist, dass alles sofort Feuer fing.

Die Wege zwischen den Zelten führen meistens über riesengroße Felsbrocken, die im Winter bei Eis und Schnee unpassierbar sind.

Waschbecken gibt es überhaupt keine und die Duschen sind alle defekt und kaputt, Fliesen sind gebrochen und bilden enorme Verletzungsrisiken für Kinder.

Es gibt keinen Anschluss an die Wasserversorgung. Der Grundstückbesitzer lässt auf einem Hügel auf eigene Kosten einen Behälter befüllen und zu bestimmten Zeiten werden dann Hähne geöffnet und das Wasser strömt ins Camp, wo es dann sofort in Kanister abgefüllt wird. Zum Thema Strom muss man sagen, dass es eine Falschmeldung war, es gäbe ein Notstromaggregat, es gibt offiziell einfach... KEINEN STROM.

Der Grundstückbesitzer stellt auf eigene Kosten zumindest während den heißen Mittagsstunden Strom zum Betrieb von kleinen Ventilatoren zur Verfügung. In den Zelten herrschen Mittags Temperaturen von bis zu 60 Grad. Für die 90 Familien stehen 3 Toiletten in erbarmungswürdigem Zustand zur Verfügung, einen Anschluss an das Abwassernetz gibt es nicht, die Fäkalien laufen einfach vor dem Camp in eine Wiese, wo Kinder spielen. Der Gestank ist unerträglich.

Wir wissen nicht, wo wir anfangen sollen, und um alles Pobleme auch nur halbwegs zu lösen, reicht das Geld bei Weitem nicht.

Hauptproblem wegen der hohen Brandgefahr ist der Aufbau einer massiven Küchenkonstruktion. Ebenso wichtig wären die Sanitäranlagen.

Morgen wollen wir mit dem Grundstückseigentümer ein Konzept aufstellen, wie wir weiter vor gehen.