Flüchtlingshilfe Ludwigshafen - Ruchheim

HILFSEINSATZ IN COX´S BAZAAR / BANGLADESCH MÄRZ 2018  / TAG 13

INTERVIEWS

Wir waren heute nochmal in dem Camp bei Teknaf und wollten zusammen mit Assad die Bohrstelle für den neuen Brunnen festlegen.

Dabei wollten wir mit einigen Bewohnern über ihre Geschichte sprechen, was sie auf der Flucht erlebt haben.

Wir haben fünf Bewohner gefunden, die bereit waren, über das Erlebte zu sprechen und haben alle ihre Geschichten in Videos festgehalten.

Wir wollen diese Filme vorerst hier nicht veröffentlichen, sie sind dermaßen grauenhaft, dass man sich nicht vorstellen kann, was diese Menschen erlebt haben.

Nur um ansatzweise zu erklären, wie es uns ging, als wir diese Geschichten hörten, hier ein paar Auszüge aus dem Erzählten:

Eine Junge Frau von 20 Jahren berichtet, dass das Militär morgens in Ihren Ort gekommen ist, sie haben ihre Schwester ohne Vorwarnung vor das Haus gezerrt und mit einer Machete vor Ihren Augen vom Kopf bis zum Fuß in 2 Teile gehackt.Ihr Vater wurde mitgenommen und ist nie zurück gekommen.

Die Mutter wurde von mehreren Soldaten vergewaltigt und vor ihren Augen in Stücke gehackt.

Sie kann nicht schlafen und wohnt bei der Familie des Campvorstehers, die sich um sie kümmert.

Ein junger Mann, der im Dezember mit seiner Familie, 3 Söhne, 2 Töchter und seiner Frau nach Bangladesch gekommen ist, berichtet, dass uniformierte Soldaten auf Motorrädern in seinen Ort gekommen sind und sofort auf alle geschossen haben, gleichzeitig wurden alle Häuser im Ort in Brand gesetzt. Vorher hatten Sie im ganzen Ort Minen verteilt und gewartet, dass die Bewohner kommen, um die Feuer zu löschen, dann wurden die Minen gezündet und keiner im Ort hat überlebt.

Seine Eltern und alle Verwandten sind ebenfalls umgekommen.

Kinder, die die Explosionen überlebt hatten wurden lebendig in die brennenden Häuser geworfen.

Ein weiterer Mann erzählt, das Militär kam in seinen Ort und hat die Bewohner aufgefordert, das Land sofort zu verlassen, weil sie unerwünscht sind.

Weil sie der Aufforderung nicht nachgekommen sind, wurden die älteren Männer auf einem Platz im Ort versammelt, dann wurden ihnen die Hände auf dem Rücken zusammen gebunden. Ein Soldat mit einem Messer hat dann jedem der Männer mit einem Messer den Kopf abgetrennt. Zwei Mädchen wurden von allen Soldaten nacheinander vergewaltigt, dann wurde Ihnen ein Messer in den Bauch gestochen und alle mussten warten, bis sie verblutet waren.

Er selbst wurde mit Stöcken geschlagen und hat schwere Kopfverletzungen davon getragen.

Anderen Frauen wurden nach der Vergewaltigung die Brüste abgeschnitten und damit Fußball gespielt.

Köpfe wurden abgetrennt und mit Schnüren und Seilen an Bäumen aufgehängt.

Das alles hat uns sehr betroffen gemacht, man muss mit den Tränen kämpfen , wenn man diese Geschichten hört.

Aber das Schlimmste an der ganzen Sache ist, diese Massaker sind vor 3-4 Wochen passiert, in einer Zeit, von der jeder denkt, das alles ist vorbei und lange her.

Nein es passiert noch immer nur es berichtet keiner mehr darüber.

Wir werden alles möglich versuchen, diese Geschichten zu veröffentlichen, um den Menschen hier zu zeigen, es ist wichtig, dass die Welt davon erfährt.