Flüchtlingshilfe Ludwigshafen - Ruchheim

HILFSEINSATZ IN COX´S BAZAAR / BANGLADESCH SEPT. 2018 / TAG 5

Heute haben wir unser Medizinprogramm mit unserem Arzt am Ende eins Camps durchgezogen, da , wo sonst selten eine Hilfe ankommt.

Der Weg dorthin mit dem kompletten Gepäck über eine Strecke von etwa 3 km hat auch unseren Doktor etwas mitgenommen...

Wir haben dort in einer kleinen Hütte unsere Medikamente aufgebaut und fast 70 Menschen in 3 Stunden behandelt.

Wir hätten gerne weiter gemacht aber trotz unserer Großeinkäufe an Medimanenten waren diese aufgebraucht und wir mussten abbrechen.

Das Krankheitsbild ging dieses Mal von einfachen Magen-Darm Erkrankungen über Schnittverletzungen, Tumorerkrankungen, Hautkrankheiten bis zu 4 hoch ionfektiösen Diphterie-Fällen im unterschiedlichen Stadium bei Kindern.

Wir müssen heute Abend nochmals Medizin einkaufen, damit wir für morgen nochmals arbeiten können.

Als wir das erste Mal im November hier waren, hatten wir es in der Regel mit Hautkrankheiten zu tun. 

Das Krankheitsbild heute sieht ganz anders aus, die Mehrzahl der Menschen leidet an sehr infektiösen Krankheiten wie Diphterie, HIV, Hepatitis, Tuberkulose.

Die Medikamente , in der Hauptsache verschiedene Antibiotika, sind richtig teuer.

Kleiner Nachtrag zu unserer Medizin-Aktion heute Mittag, ein paar Gedanken, die im Kopf geblieben sind.

Da ist der Mann, dessen Bild im Anhang zu sehen ist.

Eigentlich unglaublich, aber der Mann ist 42 Jahre alt und sieht aus, als wäre er 60.

Keine Kraft mehr zum Essen, ständige Schmerzen und ein Bild des Elends.

Es war auch ein Junge da, etwa 18-19 Jahre alt, seit seiner Geburt linksseitig spastisch gelähmt mit Fehlstellungen von Hand und Fuß. Immer wieder sagte er : Bitte gut machen, bitte gut machen.

Natürlich sprengt das unsere Rahmen, eine Behandlung ist ohne hin aussichtslos.

Er hat eine Vitamin-C Lutschtablette bekommen mit dem Versprechen, dass alles gut wird. 

Er war glücklich und strahlte über´s ganze Gesicht. Vielleicht, auch wenn es nur ein paar Stunden sind, kann er sein Unglück vergessen.

Nichts gravierendes, aber Dinge, die irgendwie „ hängen bleiben „