Flüchtlingshilfe Ludwigshafen - Ruchheim

UNTERWEGS MIT DOCMOBILE IN GRIECHENLAND 2018

ZURÜCK

Immer mehr Flüchtlinge überqueren den türkisch-griechischen Grenzfluss Evros. Sie berichten von ihrem harten Weg - und hoffen auf eine Chance in der EU. Die Anwohner machen sich Sorgen.

Knapp 4000 Menschen sind im April über den Fluss gekommen - das ist eine alarmierend hohe Zahl für eine so dünn besiedelte Region wie den Nordosten Griechenlands. Diese dünn besiedelte Gegend an der Grenze zur Türkei erlebt in diesen Tagen einen neuen Flüchtlingsstrom. Er führt über den Grenzfluss Evros, und niemand weiß, ob er noch stärker wird.

Es ist eine Flucht per Schlauchboot oder zu Fuß - vielleicht nicht ganz so gefährlich wie in den kühleren Monaten - doch die Menschen, die die Flucht geschafft haben, wirken erledigt: "Ich bin sehr, sehr müde. Mir geht es wirklich schlecht", sagt Omar Walid aus Aleppo, ein Syrer, der vor allem auf den Boden schaut. 

"Hier ist es jetzt gut, aber der Weg, der hinter uns liegt, war richtig übel", sagt er. "Manche sind verängstigt nach ihrer langen Flucht." Letzte Station war die Türkei. Verhandlungen, Geheimabsprachen mit Schleppern - und dann: Griechenland. Aber es gibt keine Willkommensschilder. Wieder können sie sich nicht wirklich in Sicherheit fühlen, obwohl der Weg nach Europa geschafft ist.

Soweit die offizielle Berichterstattung der ARD

Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Dass Griechenland und damit auch die Europäische Union mit der Flüchtlingskrise vollkommen überfordert ist, hatte sich bereits bei unserem Einsatz im Jahr 2016 auf der Insel Chios abgezeichnet.

Bereits damals war das einzige offizielle Lager für Flüchtlinge vollkommen überfüllt.

Alles hat sich verschlimmert, auch wenn hierzulande die Medien nicht mehr darüber berichten.

Wir haben ja bereits hier mehrfach berichtet, dass die medpex Apotheke in Ludwigshafen viele Medikamente an uns gespendet hat, die wir mit Unterstützung vieler Helfer nach Griechenland geschickt haben.

Die großen Organisationen haben sich weitgehend aus Griechenland zurück gezogen. Ein Hamburger Verein, privat gegründet, organisiert seit Jahren Ärzte, die in Ihrem Urlaub und auf freiwilliger Basis einige Wochen in Thessaloniki versuchen, die Menschen dort wenigstens mit dem Notdürftigsten medizinisch zu versorgen.

Momentan ist Uli Eisenhofer als Sanitäter dort vor Ort und schickt regelmäßig Berichte und Bilder von der Arbeit dort.

Die Bilder sprechen eine eigene Sprache und zeigen einmal wieder deutlich, wie sehr Europa versagt hat.

Originalberichte :

Meistens sind es infizierte kleine Verletzungen, mit der Möglichkeit einigermaßen hygienisch zu leben wäre es meistens kein Problem.

Selbst in den offiziellen Camps mit Wohncontainern ist die hygienische Situation katastrophal. In den meisten Containern gibt es kein fließendes Wasser. Toiletten, Waschräume, Küchen, Wasserhähne meistens draußen oder an offenen, unbeheizten Plätzen. Die meisten werden auch weder vernünftig noch regelmäßig gereinigt.

- heute Vormittag das Auto nachgefüllt und innen gereinigt, jetzt geht es gleich wieder los zu einem der Treffpunkte an denen wir die Menschen (Familien) versorgen.

Heute waren sehr viele neu angekommene Menschen bei uns,es reißt nicht ab 😔

Wir versorgen alle nach besten Kräften.

Einige schwangere Frauen, Kinder und viele Männer.

- An einem der Plätze hausen ungefähr 200 Menschen ohne Zugang zu Wasser, Elektrizität und nur geringe soziale Versorgung.

- In den Straßen von Athen, Thessaloniki und anderen Städten hausen inzwischen wieder mindestens tausende im Freien. Dieser Winter wird sehr schlimm werden in Griechenland.

- Junger Mann mit Blase am Fuß,er kam zu uns mir Schmerzen,

Wir haben die offenen Hautpartien entfernt und ihm Antibiotika mitgegeben, was macht er mit den Tabletten ?

Er löst sie in Wasser auf und schmiert die Paste in die Wunde 😳

Er hat wohl nicht so richtig viel Erfahrung mit Medizin.

- Heute hat unsere Kinderärztin ungefähr 30 Patienten behandelt, atemwegsinfekte, Hautinfektionen.....

- Mein Arbeitstag in Bildern,an verschiedenen Standorten haben wir die Menschen versorgt, Langsam sehen wir Erfolge bei den Versorgungen.

Die verschiedenen Patienten fassen vertrauen zum Team und sind einfach unendlich dankbar.

Fieberendes Kind, 

- Der Platz auf dem sich die flüchtenden immer getroffen haben wurde heute morgen von der Polizei geräumt und alles an Privatsachen, Schlafsäcke, Taschen ...... in einem Müllcontainer mitgenommen.

Wir sind nicht betroffen.

- Heute ist erst einmal Auto und Material Reinigung angesagt,

Um 14 00 dann noch zu einem der zentralen Treffpunkte, dort schauen ob Neuankömmling da sind und bei vielen weiteren Menschen die Verbände wechseln.

Wir müssen versuchen sie so zu versorgen das die Wunden auch bei der Weiterreise geschlossen bleibt😐 was sich oftmals eine "Herausforderung" ist.

Viele haben wenig oder keine Ahnung von Medizin,so kam es vor das Tabletten mit Wasser aufgelöst wurden und die Paste in die Wunde geschmiert würde.

Der Tag im Zeitraffer, verschiedene Stationen alte und neue Patienten. Bei den meisten von uns schon behandelten Patienten sind die Infektionen deutlich besser,es kommen aber jeden Tag neue Menschen hier an bei denen wir bei null anfangen